Geschichten aus Ghana – meine erste, längere Dokumentation…

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Keine Ahnung wie viele Stunden wir jetzt letztendlich in den Film investiert haben.

Aber jede Minute hat sich gelohnt, weil der Film dadurch auch jedes Mal ein bisschen besser wurde…

Nur mal, damit Ihr eine Idee bekommt. Am 09. März bin ich aus Ghana zurückgekommen. Direkt am darauffolgenden Tag – ein Montag, hat mein Cutter, Daniel, mit dem Schneiden losgelegt. Zunächst mal hat er sich einfach mal das komplette Material reingezogen – ca. 200 GB Rohmaterial und eine Vorauswahl gemacht… Da sind schon einige Tage ins Land gegangen.

Man muss ja auch noch bedenken, dass wir parallel dazu unsere kommerziellen Kundenprojekte hatten und dies alles unter einen Hut bringen mussten. Irgendwann war dann Daniel auch mal durch mit einer ersten Selektion und hat schonmal ganz grob einzelne Kapitel gebildet.

Natürlich haben wir immer wieder darüber gesprochen und ich habe ihm auch meine “Vision” erklärt. Das spannende und gleichzeitig verrückte an dem ganzen Projekt war ja eigentlich, dass wir sozusagen ohne Konzept in Ghana unterwegs waren.

Steffen hatte ursprünglich einige Pläne mit einer Sängerin, leider im Nachhinein zum Glück  ist alles anders gekommen. Wir haben uns recht schnell mit Steffen darauf geeinigt, dass wir einfach einen Roadtrip machen und in regelmäßigen Abständen Gespräche über unser Erlebtes führen…

Letztendlich ist der Film sowas wie ein persönliches “Film-Tagebuch”.

Um wieder auf den Umfang des Projekte zurückzukommen. Der erste “Final Cut” war Anfang Mai fertig. Gegen Ende April habe ich mich wieder recht stark in das Projekt eingeklinkt und habe mich auf den Aufbau der Geschichte konzentriert. Also ganz klassisch Regie im Schnitt geführt.

Mir war es wichtig, dass wir einzelne mehr oder weniger unabhängige Kapitel aufbauen. Die Kapitel sollen sich neben dem Thema und Emotion vor allem bei der Musik unterscheiden…

Als ich am 09. März in Accra am Flughafen saß, habe ich von meinem Kumpel, Andrew Reich (Fanpage) eine Nachricht bekommen. Inhalt – er hätte wahnsinnig Lust den Film zu vertonen, sprich die Musik dazu zu komponieren und aufzunehmen. Andrew ist selbstständiger Komponist und verdient seine Brötchen damit, dass er für Spielfilmproduktionen Musik macht… Dementsprechend professionell ist er auch aufgestellt…

Andrew war so gut und hat die ganze Musik bei Soundcloud hochgeladen und Ihr könnt die Musik hier und jetzt anhören…

Würde ich sowas nochmal machen?

Ja. Ja. JA!

Klar, kann ich sowas nicht fünfmal im Jahr machen. Muss ja auch schauen, dass hier in Deutschland alles läuft…
Ob es nächstes mal wieder ein Land in Afrika wird, werden wir sehen – Ideen gibt es schon einige. Es ist unglaublich was mit einem passiert, wenn man einfach mal ein paar Tage oder Wochen unterwegs ist und sich um nichts anderes kümmert als kreativ zu sein.

Natürlich ist da auch keiner der Dir sagt, mach das doch so oder anders. Man muss selbst genug Antrieb haben und vor allem auch ein gutes Gefühl dafür haben, was relevant ist und was nicht.

Was würde ich anders machen?

Es würde kopfmäßig einiges vereinfachen, wenn es eine klare Zielsetzung gäbe. So haben mich relativ viele Leute gefragt, was ich da unten in Ghana gemacht habe und warum ich da runterfliege… Am Anfang der Reise war ich mir auch nicht immer zu 100 % sicher, ob ich mit genug vernünftigem Material nach Hause komme. Und vor allem wer wird sich dafür interessieren? Heute sich das bisschen entspannter, weil der Film fertig ist und weil wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis sind…

Was ist nun eigentlich der Output?

Es sind insgesamt vier Filme / Videos geworden.

1. Der Trailer zum Film “Geschichten aus Ghana”

2. Ein Film in dem der Stilpirat über sein Equipment spricht. Diesen Film haben in den ersten 24 Stunden bereits einige tausend Leute gesehen…

3. Ich spreche über mein Equipment. Gleichzeitig stelle ich auch mein zweites Projekt vor – compagnon. (www.compagnon-bags.com) Mein Geschäftspartner (gleichzeitig auch Cousin) und ich haben vor einem Jahr ein Unternehmen gegründet. Wir machen Taschen aus Leder für Fotografen und Filmemacher. In dem Film spreche ich darüber, was ich an Ausrüstung in Ghana dabei hatte und was es genau mit unserem neuesten Modell “the weekender” auf sich hat…

4. Ich spanne Euch nicht weiter auf die Folter… Hier ist der Film “Geschichten aus Ghana”. Lehnt Euch zurück, nehmt Euch ein gutes Getränk und genießt die nächsten einundzwanzig Minuten und sechsundvierzig Sekunden.